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Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?

Städte müssen nachhaltiger werden. Eine kurze Beschreibung eines Traumes.

Grundgedanke

Eine Stadt der Zukunft muss nachhaltig sein. Dies bedeutet, dass sie nicht nur wirtschaftlich denken darf, sondern auch an die sozialen Bedürfnisse der Einwohner*innen und die eigene ökologische Verantwortung.

Infrastruktur

Die Infrastruktur muss ganzheitlich gedacht werden. Städte sind ein komplexes Zusammenspiel aus Mensch und Bauwerken. Wenn sich die Anforderungen der Menschen ändern, muss sich auch die Stadt verändern. Aber auch eine Veränderung der Stadt kann das Verhalten der Menschen ändern.

Versorgung

Die Sektoren Verkehr, Wärme und Strom werden in Zukunft gekoppelt sein. Das führt zu einem erhöhten Bedarf an Strom, auf welchen die Netze vorbereitet werden müssen. Eine Entlastung der Netze kann durch dezentrale Energieerzeugung herbeigeführt werden. Hierfür eignen sich besonders Solaranlagen auf den Dächern der Stadt.

Wohnen

Im Bereich des Wohnens muss eine Lösung für ein schwieriges Problem gefunden werden: Auf der einen Seite wollen viele Menschen in einer schönen Umgebung leben, mit viel Natur um sie herum. Auf der anderen Seite sind die klassischen Einfamilienhaussiedlungen aus städteplanerischer Sicht sehr ineffizient: Sie verbrauchen kostbaren Platz und brauchen deutlich mehr Infrastruktur, da die Häuser über weitere Strecken an das Straßen-, Wasser- und Stromnetz angeschlossen werden müssen. Weiter dauert das Pendeln länger und der Anschluss an den ÖPNV wird schwieriger. Eine neue Art des Bauens muss her: Bei der Gestaltung von Wohnhäusern muss das Leben der Bewohner*innen bedacht werden: Je mehr Teile des Lebens im direkten Umfeld des eigenen Hauses stattfinden, desto weniger Mobilität wird benötigt (dies hat weitere Vorteile: Menschen mit körperlichen Mobilitätseinschränkungen haben es dadurch leichter im Leben und sind weniger auf Autos/Taxis angewiesen). Im Supermarkt treffen sich nicht mehr Menschen, die 15 Autominuten weit entfernt wohnen, sondern Leute aus der direkten Nachbarschaft. Auch die Freizeitangebote in der Nachbarschaft werden wichtiger, da die Menschen deutlich mehr Freizeit haben (Siehe Industrie)

Nahverkehr

Ein großes Problem aller zeitgenössischen Städte ist der Individualverkehr: Fahrende Autos sind ein Problem für alle Verkehrsteilnehmer*innen, nicht nur durch die Möglichkeit von tödlichen Unfällen, sondern auch durch fahrrad- und fußgängerunfreundliche Straßen. Doch auch stehende Autos sind ein Problem: 19% der Berliner Verkehrsflächen sind für parkende Autos vorgesehen (insgesamt fallen 58% der Verkehrsflächen den Autos zum Opfer). Diese Probleme werden auch nicht von Elektroautos gelöst. Deswegen muss die innerstädtische Mobilität radikal neu gedacht werden: Die Planung muss weg vom Auto und hin zum ÖPNV, Fahrrad und Fußweg.

Industrie

Durch starke Automatisierung in der Arbeitswelt wird niedrig- bis mittelqualifizierte Arbeit überflüssig. Das produzierende Gewerbe ist nicht an Menschen gebunden, der Mensch aber auch nicht an seinen Arbeitsplatz, das Homeoffice wird Standard. Der Einzelhandel wird in den Wohngebäuden untergebracht. Die Logistik wird schlauer gestaltet, sodass mehrere Unternehmen gleichzeitig Beliefert werden können (also quasi DHL :)).

(Dieser Text ist für das Modul Blue Engineering entstanden)

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