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Lohnentwicklung in Deutschland.

Deutschland- als auch europaweit sind die Löhne gestiegen. Führte dies auch zu Steigerungen der Einkommen und der Vermögen?

Für die Einordnung der Lohnentwicklung Deutschlands im Europavergleich wird zunächst eine differenzierte Bestandsaufnahme der Lohnentwicklung Deutschlands vorgenommen, dieser schließt sich der Vergleich zur EU 27 an.

Entwicklung der Nominal- und Reallöhne in Deutschland

Die Reallöhne sind in Deutschland zwischen 1991 und 2019 um lediglich 12,8 Prozent gestiegen12, obwohl im gleichen Zeitraum eine Nominallohnsteigerung von 81,5 Prozent festzustellen ist. Zurückzuführen ist dies auf die Entwicklung der Verbraucherpreise (Steigerung um 60,8 Prozent zwischen 1991 und 2019), die die jährlichen Raten der Reallohnentwicklung nivellierten. Insbesondere zwischen 2000 und 2009 ist ein kontinuierliches Sinken der Reallöhne zu beobachten gewesen, weil die Höhe der Inflationsrate (Steigerungsrate der Verbraucherpreise) beinahe durchweg über der Höhe der Nominallohnrate lag. Die folgende Abbildung verdeutlicht dies. Seit 2007 steigen die Reallöhne leicht.

Produktivität

Die Produktivität ist das BIP pro Arbeitsstunde. Während im Zeitraum von 1991 bis 2019 die Produktivität 45,6 Prozent gestiegen ist, sind die realen Löhne nur um 12,8 Prozent gestiegen.

(In dieser Grafik sind die Werte der Produktivität bis 2015 vom Bundesfinanzministerium3, die Werte der Jahre 2016-2019 sind vom deutschlandinzahlen.de4, die ihre Zahlen vom Statistischen Bundesamt haben.)

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